Proceeding oder auch: Dead Head
29 Apr
Als Proceeding, Positioning oder auch Dead-Head-Flug wird die Beförderung von Flugpersonal als Passagier von einem Einsatzort zu einem Anderen bezeichnet. Manchmal können Dienstpläne und aktuelle Einsätze nur so geplant und durchgeführt werden, dass es für eine Besatzung zu einem Wechsel des Einsatzortes, also eines anderen Flughafens als dem an dem sie stationiert sind, oder den sie zuletzt angeflogen haben, kommt.
Die Flugbesatzungen reisen daher als Fluggäste, bzw. Passagiere in einem Flugzeug (oder auch mit der Bahn, einem Firmenwagen oder einem Leihfahrzeug) zum neuen Flughafen. Da sie auf einem solchen Reise, wenn sie dabei ein Flugzeug der eigenen oder aber auch einer anderen Gesellschaft benutzen keinen Umsatz für ihre eigene Airline erwirtschaften, spricht man auch im Jargon hierbei von ”dead heads” (“dead” hier allerdings im Sinne von “leer” oder “Stillstand”). Diese Zeit der Reise zählt zu der Dienstzeit.
Da es bei einem Ausfall von Besatzungen am Einsatzort unter Umständen zu sehr hohe Folgekosten für die betroffene Airline (Umbuchung der Passagiere auf andere Flüge, unter Umständen auch auf solche die von der Konkurrenz durchgeführt werden, Hotelübernachtungen und Verpflegung, sowie auch je nach Strecke obligatorische Ausgleichzahlungen nach einer EU Verordnung (VO 261/2004), bis hin zu Strafzahlungen durch die jeweilige Luftaufsichtsbehörde) oder sogar zu völligen der Streichung eines Fluges kommen kann, haben als dead-head fliegende Crewmitglieder eine hohe Priorität auch noch auf einem ansonsten ausgebuchten Flug mitgenommen zu werden.
Seit einigen Jahren versuchen viele Fluggesellschaften versuchen, durch Vereinheitlichung der von ihnen eingesetzten Flugzeugmuster (zum Beispiel: Airbus A320/330/340 Family) die reinen Dead-Head-Flüge auf ein Minimum zu beschränken. Allerdings kehren seit einiger Zeit verschiedene Airlines schon wieder von diesem Modell ab, da das kurzzeitig aufeinander folgende gemischte Fliegen von unterschiedlichen Flugzeugtypen (z.B. Airbus A320, dann Airbus A330) auch zu Problem führen kann.Die Cockpits sind zwar sehr ähnlich, aber es handelt sich trotzdem um ganz verschieden Flugzeugtypen.
Bei einigen Fluggesellschaften wird diese Anreise zu einem neuen Einsatzort auch proceeding oder auch Positioning-Flug genannt. Unter einem Positioning werden aber in der Regel Flüge aufgeführt, bei den ein Flugzeug von einer aktiven Besatzung von einem Flughafen ohne Passagiere zu einem anderen Flughafen geflogen wird, von dem aus dann wieder ein normaler Flug mit zahlenden Passagieren durchgeführt wird. Das Flugzeug wird also dabei geographisch neu positioniert.

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