WOCL oder “das Fenster des zirkadianischen Tiefpunktes”
1 Mai
Als Window of Circadian Low (WOCL) oder auf Deutsch das ”Fenster des zirkadianischen Tiefpunktes” bezeichnen Mediziner und Wissenschaftler das Zeitfenster zwischen zwei Uhr und sechs Uhr in der Nacht, bzw. am frühen Morgen. Es richtet sich jeweils nach dem normalen Tag-Wach/Nacht-Schlaf Rhythmus eines Menschen und der Zeitzone, in der diese Person gerade lebt, bzw. “akklimatisiert” ist. Jeder menschliche Biorhythmus durchläuft während eines Tages und einer Nacht unterschiedliche Zyklen. Der Schlafdruck, also das Bedürfnis zu schlafen, ist zu unterschiedlichen Zeiten des Tages unterschiedlich ausgeprägt. So gibt es Zeiten, in denen der Mensch kaum schlafen kann und wenn, ist dieser Schlaf von nur geringer oder sogar schlechter Erholungsqualität.
Es gibt hingegen auch Zeiten, eben insbesondere nachts zwischen zwei und sechs Uhr, in denen der Drang zu schlafen besonders stark ist. Dafür ist der Erholungseffekt auch deutlich besser, wenn man in diesem Zeitraum schläft. Diese Zeit nennt man den “zirkadianischer Tiefpunkt”, da in diesem Zeitraum die Leistungsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und auch die Körpertemperatur deutlich abgesenkt sind. Tests in Schlaflaboren haben gezeigt, dass sich diese “Innere Uhr”, zum Beispiel bei Zeitverschiebungen, auch nicht einfach überlisten lässt. Es braucht einige Tage, wenn nicht sogar Wochen, bis ein Mensch sich in einer anderen Zeitzone akklimatisiert hat und der Körper seine Bedürfnisse auf die neue (Zeit-)Umgebung angepasst hat.

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